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Trotz der bereits immensen Größe der Groom-Lake-Basis fiel mir später im Jahr 1995 auf, daß
dort wieder kräftig erweitert wird. An mehreren Stellen finden gewaltige Erdbewegungen statt.
Vereinzelt machen die Bauarbeiten wahrhaft den Eindruck, als wollte man sich in den Berg graben.
Zumindest aber werden wieder so manche neue Konstruktionen auf dem weiten Gelände errichtet werden.
Platz gibt es dort noch in Hülle und Fülle, und ganz bestimmt wird er auch genutzt werden.
Immer wieder haftete mein Blick auf jenem immens großen Hangar, der da so selbstbewußt mitten in
jenem großen Geheimnis thronte. Doch um ihn scharten sich noch unzählige andere Gebäude. Wer hatte
die Pläne für diese Anlagen entworfen, was würden diese Pläne noch alles zeigen?
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Panoramabild von Area 51- aufgenommen vom 40 km entfernten Tikaboo - Peak.
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Auf der Basis, die sich nun mit all ihren Rätseln vor uns ausbreitete, schien alles so friedlich zu
sein und ruhig, während wir sie von White Sides aus beobachteten. Man hatte den Eindruck,
hinunterspazieren zu können und sich - vielleicht doch schon bei einem Täßchen Kaffee mit den
Aliens - einfach alles einmal aus der Nähe ansehen zu dürfen. Wie trügerisch! Und wie unfaßbar,
daß diese riesige Einrichtung doch eigentlich gar nicht existierte. Wir sahen hier nicht nur
eine »no-name«-Militärstadt in einem Niemandsland der Träume, sondern etwas, für das sich niemand
zuständig erklären wollte, zu dem niemand etwas sagen wollte, dessen Vorhandensein jede Behörde
bestritt. Da unten konnte weiß Gott was geschehen, doch wer legte Rechenschaft ab, wer würde zur
Verantwortung gezogen werden? Eigentlich konnten hier jegliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit
geschehen. Wer würde es erfahren? Von Area 51 weiß man nun immerhin. Man kann sich selbst davon
überzeugen, daß es sie gibt. Und von dem Moment an, an dem man sich überzeugt hat, weiß man auch,
daß die Regierung tatsächlich ein falsches Spiel treibt.
Wo überall noch? Wie viele andere offiziell nicht-existente Einrichtungen mag es noch geben? Wir
können immer nur das Bekannte bewerten, einschätzen. Das perfekte Geheimnis, die perfekte Verschwörung
können wir nicht mehr erfassen. Doch gibt es diese Perfektion überhaupt? Gibt es den perfekten Mord?
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Das Innenleben eines Bewegungsmelders.
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Die Security von Area 51
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Mit solchen und ähnlichen Gedanken im Hinterkopf machten wir uns schließlich daran, wieder von
White Sides hinunterzusteigen. Den gleichen Weg, den wir gekommen waren, konnten wir nicht nehmen,
denn auch wenn wir die Flanke noch hochkamen, für einen Abstieg war sie doch bereits unangenehm
steil. So entschieden wir uns für einen zwar weitaus längeren, aber flacher abfallenden Weg, der
uns über einige andere niedrigere Gipfel wieder zurück zu unserem Wagen führen sollte. Immer weiter
stolperten wir die Hänge hinab, durch stichiges Gestrüpp und über große Felsblöcke. Das Gefälle
zwang uns manchmal, gleich Sätze von einem Meter oder mehr zu machen, und wir hofften, daß zwischen
den Steinen und Sträuchern, in denen wir landeten, nicht gerade etwas Giftiges, Rasselndes lauerte.
Wir waren uns nicht sicher, ob wir uns richtig orientierten oder vielleicht doch zu weit nach
Süden abdrifteten. Unser Auto jedenfalls konnten wir zunächst nicht direkt sehen. Als wir schon
wieder tief unten in der Ebene waren, fiel uns aber in nicht allzu weiter Ferne plötzlich eines
der Security-Fahrzeuge auf, das auf einem Hügel stand. Wir hatten uns also richtig orientiert.
Sie warteten schon auf uns. Wenigstens hat man dort immer jemanden in der Nähe, wenn man sich
vielleicht mal verläuft oder es sonstige Probleme gibt! Die weißen Jeeps, die nun durch
champagnerfarbene Ford F 150 ersetzt worden sind, waren eigentlich ganz gute Landmarken und
tauchten sofort auf, wenn Menschen oder Fahrzeuge in der Nähe von Area 51 erschienen. Jene
Security ist wie eine Spinne, die angekrabbelt kommt, wenn irgendwo in ihrem Netz etwas in einem
Faden hängenbleibt.
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Nach der nächsten Biegung tauchte unser blauer Chrysler auf. Die beiden Wächter oben auf dem Hügel
beobachteten jeden Schritt von uns, und deshalb gingen wir nicht direkt auf unseren Wagen zu. Wir
liefen in weitem Bogen drum herum und blieben in angemessener Entfernung und gut sichtbar stehen.
Der weiße Jeep mit den Warnlichtbalken auf dem Dach setzte sich langsam in Bewegung und kam den Hügel
hinabgefahren, bog auf unseren Weg ein und blieb einige Meter von uns stehen. Die beiden sehr kräftigen
Männer, die aus dem Fahrzeug ausstiegen, sahen aus, als wären sie geradewegs von »Desert Storm«
zurückgekehrt. Sie trugen ihren »Trachtenanzug«, die typische militärische Tarnkleidung, waren mit
allem möglichen Gerät ausstaffiert und natürlich gut bewaffnet. Der eine, größere von beiden, kam
auf uns zu und meinte: »Probleme?« - »Noch nicht«, dachte ich mir, aber die Art in der er seine kurze
Frage formulierte, klang mir nicht nach einer Drohung. Eher wirkte sie wie die freundliche Bereitschaft
zur Hilfe. Und dann meinte er auch: »Wohl im Sand steckengeblieben? Können wir Euch helfen?« -
Wahrscheinlich war dadurch, daß wir nicht in unser Auto gestiegen waren, sondern einfach daneben
verharrt hatten, der Eindruck entstanden, wir hätten eine Panne. Tatsächlich hatten wir dieses Problem
kurz vor unserem Aufstieg gehabt, konnten die Räder aber wieder befreien. Ich dankte dem Security-Mann
für das Angebot und erklärte, es sei alles in Ordnung. Das Gespräch fand in einem kaum militärisch zu
nennenden und recht höflichen Ton statt. Man hätte gut meinen können, die beiden seien irgendwelche
Park-Ranger, wie sie in schützenswerten amerikanischen Naturlandschaften unterwegs sind, um nach dem
Rechten zu sehen.
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Wenn die Security überhaupt in Kontakt mit anderen tritt, versucht sie zunächst, nicht unbedingt
auch noch auf die Bedeutung des Geländes aufmerksam zu machen, das sie bewacht. Bei einem allzu
aggressiven Auftreten wäre das wohl der Fall. Dann würde sich wahrscheinlich selbst der Unbedarfteste
fragen, was hier eigentlich vor sich geht. Allerdings kommt es sowieso nur relativ selten zu
Begegnungen, da eine Sozialisierung in jedem Falle unerwünscht ist und niemand unter den Wächtern
von Area 51 einen Wert darauf legt, später einmal wiedererkannt zu werden. Einer von ihnen erklärte
meinem Freund noch, daß sie uns schon sahen, als wir auf White Sides aufstiegen und fragte ihn, ob
wir denn »Hobby-Kletterer« seien.
Doch änderte sich der Ton des Gesprächs bald und wurde dabei um einiges ernster. Nun nämlich
begann der Einschüchterungsteil in der psychologischen Kriegsführung...
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