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Unsere Galaxis
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Wo leben wir im Universum?

Im frühen Mittelalter schien alles ganz einfach. Die Erde war eine Scheibe, die Sonne und all die anderen Gestirne am Firmament drehten sich um unsere flache Welt - den Mittelpunkt des bekannten, kleinen Kosmos.
Immerhin, schon damals richteten die Menschen ihren Blick gen Himmel, und sie bewunderten das diffus schimmernde Band der Milchstraße, das sich in dunkler, klarer Nacht von Horizont zu Horizont wölbt.

Was schon der alte Grieche Demokrit messerscharf schlussfolgerte, konnte dann Galileo mit seinem winzigen Fernrohr im Jahr 1610 wirklich nachweisen: Die Milchstraße besteht aus unzähligen Sternen. Unvorstellbar viele, unvorstellbar weit entfernt. Das Licht dieser gigantischen kosmischen Atomöfen verfließt in solchen Dimensionen zu einem matt glimmenden "Himmelsband". Die tatsächliche Form des Systems ist bis heute nicht wirklich entschlüsselt, immerhin ist klar, es handelt sich um eine scheiben- bzw. linsenförmige Ansammlung von etlichen hundert Milliarden Sternen.

Panorama der Milchstrasse. Deutlich erkennt man die Dunkelwolken, die einen grossen Teil der Milchstrasse verdecken. Das galaktische Zentrum liegt nahe der Bildmitte. (c) S. Kohle , AlltheSky.de

Einer davon ist die Sonne, ein unscheinbarer Zwergstern. Da er ebenfalls in der Ebene jener Scheibe liegt, erscheint das Milchstraßensystem (Galaxis) als rund um die gesamte Himmelssphäre verlaufendes Band. Im Sommer führt der Blick ins dichte Zentrum. Hier, im Bereich des Sternbilds Schütze, ist die Milchstraße am hellsten, während der Winterhimmel die Randregionen des Systems in Sicht rückt. Zu beiden Seiten des Bandes nimmt die Sterndichte stark ab, da der Blick hier jeweils aus der Ebene in die kosmische Nacht führt. Ungehindert von dunklen Staubwolken der galaktischen Scheibe können Beobachter in diesen Richtungen den tiefen Raum ergründen. Dort tauchen dann andere, fremde und völlig eigenständige Galaxien aus dem Dunkel auf. Dass unser Milchstraßensystem lediglich eines von vielen ist, erkannten Astronomen erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.

Kunstwerk Kosmos: Die linke Aufnahme zeigt den Glowing-Eye-Nebel, den Überrest einer explodierten Sonne, der wie ein wachsames Auge aus der kosmischen Nacht zu uns herüber strahlt. Halten auch wir unsere Augen immer und überall offen! © NASA, JPL

So hat sich unser Weltbild also heute radikal verändert. Die zerbrechliche Erde ist natürlich alles andere als der Mittelpunkt des Universums, sie kreist als verschwindend kleiner Planet um einen kaum auffallenderen, gelblich leuchtenden Stern, den wir Sonne nennen.

So, wie sie selbst von den Planeten umkreist wird, genauso läuft auch sie selbst zusammen mit ihren "Artgenossen" auf einer weiten Bahn um das Zentrum der Galaxis. Einen kompletten Umlauf schafft sie in 225 Millionen Jahren.


Spirograph-Nebel © NASA, JPL

Mit Infrarot-Teleskopen und Erdsatelliten gelingt der Blick durch die galaktischen Staub- und Gaswolken. Die Detektoren zeichnen Licht auf, das für das menschliche Auge zu niederfrequent ist. Es ist das Licht von oft sehr jungen Sonnen, die noch in die Materieschleier eingehüllt sind, aus denen sie selbst entstanden. Optische Teleskope stoßen in diesen Regionen auf für sie undurchdringliche Nebelbänke.

Das Infrarot-Teleskop des Satelliten IRAS sieht durch die Staub-und Gaswolken hindurch, die die dahinterliegenden Sterne und andere Objekte verdunkeln, wenn normale optische Teleskope verwender werden.

Unser Milchstraßensystem ist groß. Es zählt zur Gruppe der Spiralgalaxien, die das All als kosmische Juwelen bevölkern. In ihnen sind Sterne und Gasnebel in Form von Spiralarmen angeordnet, die meist an gegenüberliegenden Punkten eines mehr oder minder ausgeprägten Zentralwulstes ansetzen.

Die Ausdehnung unserer Galaxis beträgt rund 100 000 Lichtjahre - eine typisch astronomische Zahl, unvorstellbar auch für Fachleute. Wir haben schon Schwierigkeiten, uns eine Strecke von 300 Kilometern wirklich vorzustellen, die man mit dem Auto leicht bewältigt. 300 000 Meter also! Die tausendfache Strecke davon, 300 000 Kilometer, legt das Licht in einer einzigen Sekunde zurück!

Unsere Galaxis und ihre gewaltige Grösse im Überblick. Das Licht benötigt um vom einem Ende bis zum anderen Ende der Milchstrasse zu gelangen ca. 100000 Jahre.


Hourglass-Nebel © NASA, JPL

Nicht viel länger braucht es, um den Sprung von der Erde zum Mond zu bewältigen. Eine gute Lichtsekunde! Von der Sonne zu uns sind es nur wenige Minuten, das Planetensystem misst einige Lichtstunden. Dann gähnende Leere. Erst nach über vier Jahren Reisezeit trifft die Strahlung des nächsten Sterns Alpha Centauri ein. Die Anzahl der Sekunden, die ein ganzes Jahr ausmacht, mal vier also. Unvorstellbar. Und dann der Durchmesser der Galaxis, die Entfernung zur nahesten Nachbargalaxie, zum nächsten großen Galaxienhaufen, zu den Quasaren am "Rand der Welt"...

Jeder Lichtblitz, der vom galaktische Zentrum ausgesandt wird, kommt erst nach etwa 30 000 Jahren bei uns an. Kürzlich entdeckten deutsche Astronomen einen solchen Lichtblitz. Beobachtet mit fortschrittlicher Teleskoptechnologie im 21ten Jahrhundert, machte es sich doch zu einer Zeit auf den Weg, als unsere Vorfahren noch in Höhlen froren.

Dieser ungewöhnliche Blitz zeugt von gigantischen Vorgängen im Kern der Galaxis, er verrät die Anwesenheit eines Materie verschlingenden Schwarzen Loches. Auch Kollapsare genannt, vereinen diese Objekte gleich mehrere unvorstellbare Eigenschaften in sich.Als Herzen von Galaxien enthalten sie Millionen oder Milliarden Sonnenmassen und saugen sämtliche Umgebungsmaterie in ihren Schlund, der jene unheimliche Welt vom übrigen Kosmos trennt.

M 42, der Orion-Nebel, ist schon mit einem Fernglas in der Mitte des Schwertes des Orion sichtbar. Das Gas des Nebels wird vom Licht neu entstandener heißer Sterne zumrötlichen Leuchten angeregt, während der Staub deren Eigenfarbe blaureflektiert. so entstehen als Mischfarben auch wunderbare Violett- undRosatöne. Dieses Bild allerdings gibt keine echten Farben, sonderngewissermaßen unsichtbares Licht wieder: Infrarot. Könnten wir in diesemlangwelligeren Spektralbereich sehen, erschiene uns der Nebel aber ungefährso wie auf der Aufnahme. (c) ESO/VLT

Die gigantische Schwerebeschleunigung der Kollapsare lässt nahe Sterne geradezu panikartig schnell um sie herum rasen, so auch S2, eine kürzlich entdeckte Riesensonne, die in nur 15 Jahren einmal vollständig um den Materiefresser herumeilt. Das Schwarze Loch unserer Galaxis verhält sich ziemlich friedlich und lebt auf Diät. Andere, aktive Galaxien erleben im Gegensatz dazu ein Feuerwerk aus stellarer Geburt und Vernichtung.

M 1, der legendäre Crab- oder Krabbennebel im Sternbild Stier. Im Jahr 1054konnten chinesische Astronomen an diesem Ort einen "Gaststern" beobachten.Astrophysiker wissen, dass damals ein Riesenstern explodierte und seineNebelmassen ins All hinausschoss, während der Sternenrest im Zentrum zueiner rotierenden Neutronensonne kollabierte. Ein Kubikzentimeter Materiedieses "Pulsars" würde auf der Erde soviel wiegen wie ein ganzerGroßstadt-Bahnhof." © ESO/VLT

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